|
Sie sind drogenabhängig und sehen eine Lösung in der Substitution? Ehe Sie von einem Arzt Methadon, Subutex oder eine andere Ersatzdroge bekommen können, brauchen Sie eine Stellungnahme einer anerkannten Beratungstelle. Das sind wir. Kommen Sie einfach donnnerstags zwischen 10 und 12 Uhr zu "Baustein". Dann ist jede Woche Substitutions-Sprechstunde.
"Baustein" macht auch die regelmässige "Psychosoziale
Begleitung" in Zusammenarbeit mit den Ärzten, die Methadon oder andere
Ersatzdrogen vergeben. Das heisst: Die Rahmenbedigungen und Ziele der
Substitution werden besprochen und schriftlich festgelegt. In
regelmässigen Einzel- und Gruppengesprächen wird der Verlauf der
Behandlung besprochen und weiter entwickelt.
Substitution ist eine inzwischen sehr weit verbreitete Methode zur Behandlung von Drogenabhängigkeit. Ein "Substitut" ist auf Deutsch schlicht ein "Ersatz". Und Substitution ist die Behandlung mit Drogen-Ersatz. Bei der Substitution geht es in der Regel um Ersatz für die Droge Heroin. Die bekanntesten Ersatz-Stoffe heissen Methadon und Subutex. Auch Codein wird gelegentlich noch verwendet.
Das grösste Problem bei der Substitution ist, dass die Ersatzstoffe alle letztlich auch Drogen sind, alle sind Opiate, also dem Heroin verwandt. Das bedeutet: Die Substitutionsbehandlung kann vom Grunde her nicht wirklich heilen, weil die Drogenabhängigkeit bestehen bleibt, sie kann nur die Folgen der Drogenabhängigkeit für den Betroffenen mildern. Der Ausstieg aus der Drogenabhängigkeit mit Hilfe von Substitution wird durch langsame Abdosierung versucht, was jedoch nur selten gelingt.
 Butterfly Durch Substitution werden für einen Abhängigen zweifellos bessere Lebensumstände geschaffen. Recht genutzt bedeutet die Behandlung Ausstieg aus Kriminalität und Prostitution. Denn Drogenabhängige können sich den sehr teuren Konsum illegaler Drogen kaum mit legalen Mitteln finanzieren. Das heisst, sie müssen sich irgendwie grosse Geldsummen (bis 200 € täglich) beschaffen. Das ist meistens nur durch Handel mit den illegalen Substanzen, durch Diebstähle und andere Straftaten oder durch Prostitution möglich.
Ersatzdrogen werden aber auf Kosten der Krankenkasse vom Arzt verabreicht. Das heisst: für einen Drogenabhängigen, der grosse Summen für illegales Heroin beschaffen musste, ist Substitution erst einmal eine kostenlose Alternative. Das macht die Ersatzdrogen sehr attraktiv, auch wenn ihre Wirkungen von den meisten Drogenabhängigen nicht so hoch, wie Heroin eingeschätzt wird. Ein weiterer grosser Nachteil gerade von Methadon ist, dass der Entzug wesentlich langwieriger und unangenehmer ist.
Die Vergabe von Methadon wird von der Kassenärztlichen Vereinigung nach den sogenannten AUB-Richtlinien stark überwacht. Ein Arzt, der Methadon verabreicht, muss dafür eine spezielle Anerkennung haben. Weiter muss die regelmässige "Psychosoziale Begleitung" gewährleistet sein. In Alsdorf gibt es weitreichende Vereinbarung zweier anerkannter Arztpraxen mit "Baustein" über die Einleitung und die Durchführung von Substitutionsbehandlungen.
So muss ein Drogenabhängiger, eher er beim Arzt zur Substitution aufgenommen wird, erst ein Vorgespräch bei der Suchtberatung führen. Es werden der Besuch einer Kontaktgruppe vorausgestzt. Und es müssen regelmässige Besucher der Substitutionsgruppe oder Einzelgespräche in "Baustein" nachgewiesen werden. Ziel der Behandlung soll immer Drogenfreiheit sein, das heisst Freiheit von Drogen und von Substituten, also den verabreichten Ersatzstoffen. Dies soll in der Regel duerch langsames Abbosieren erreicht werden, was kaum je gelingt oder durch eine sich anschliessende Entwöhnungstherapie.
|